Gerade etwa sind die Störche im Süden angekommen, wobei Süden nicht immer Afrika heißen muss, wo sich Gustav und Michael in der Tschadsee-Savanne umtun. Wer den zugehörigen Projekt-Blog von NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen verfolgt, erfährt nämlich auch, dass Adele und Ronja ihr Winterquartier unweit von Madrid aufgeschlagen haben und - wenig romantisch - täglich zwischen ihrem Schlafplatz und einer Mülldeponie pendeln, die die beiden gerade zu ernähren scheint.
Trauriges gibt es von Storch Junior zu vermelden: Da es von ihm seit September kein Signal mehr gibt, geht der Nabu-Experte davon aus, dass das Tier tödlich verunglückt ist - bei Jungstörchen sei das leider keine Seltenheit. Der erste Herbstzug stelle für viele von ihnen eine große Herausforderung dar, die die meisten mangels Erfahrung nicht überstehen.