Prozess um tödlichen Hauseinsturz in Düsseldorf Urteile gesprochen – „Man muss handeln, wenn jemand Mist baut“

Update | Düsseldorf · Fast fünf Jahre nach dem Unglück mit zwei Toten ist die Verhandlung zu Ende gegangen – mit drei Verurteilungen und zwei Freisprüchen. Die Architektin und der Bauleiter haben demnach schwerwiegende Fehler begangen.

In dem Prozess zum Hauseinsturz wurden jetzt die Urteile gesprochen. Am 28. Juli 2020 waren Teile eines Gebäudes eingestürzt; danach arbeiteten Feuerwehrleute in dem dortigen Keller.

Foto: dpa/Marius Becker

Mit den ersten Worten nach der Urteilsverkündung wandte sich der Vorsitzende Richter Christoph Schwarz an die Angehörigen. Viele von ihnen hatten jeden Prozesstag verfolgt, drei als Nebenkläger. „Sie haben die Urteile gehört und Sie mögen enttäuscht sein“, sagte der Richter. „Sie mögen denken, eine Strafe auf Bewährung ist keine richtige Strafe.“ Doch die Kammer des Landgerichts müsse sich an das Gesetz halten und die Urteile ansetzen, die sie für tat- und schuldangemessen halte.