Tödlicher Hauseinsturz in Düsseldorf „Niemand hat an eine Abstützung gedacht“

Düsseldorf · Im Prozess um einen tödlichen Hauseinsturz belegt ein Gutachten: Fehlenden Stützen waren wesentliche Ursache des Unglücks. Für das große Gebäude hätte es ein aufwendiges und kostspieliges Tragwerk gebraucht.

Das Hinterhaus an der Luisenstraße in Düsseldorf stürzte im Juli 2020 ein. Grund dafür waren Arbeiten an einer tragenden Wand im Erdgeschoss und die fehlende Abstützung der Decke.

Foto: Uwe-Jens Ruhnau

Fünf Stützen lagen unter den Trümmern. Nach dem Einsturz sahen sie aus wie ausgedrückte Zigaretten, gebrochen und zusammengequetscht. Es waren wahrscheinlich die einzigen Stützen, die aufgestellt wurden, um die Last des Gebäudes zu tragen. Viel zu wenig, wie nun der Gutachter berichtete. Im Prozess um den Hauseinsturz an der Luisenstraße, bei dem zwei Männer ums Leben kamen, stellte der Sachverständige nun die Ergebnisse seiner Untersuchungen vor.