Ausstellung im Stadtarchiv Einblicke in die Machenschaften der Stasi

Krefeld · Die Wanderausstellung des Bundesarchivs „Alles Wissen Wollen“ zum Staatssicherheitsdienst der DDR macht im Krefelder Stadtarchiv Station.

Ein Blick in die Ausstellung zeigt die Gestaltung mit den Exponaten in Stelen.

Foto: Stadt Krefeld

Es stimmt schon, das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hatte mit ihren zu Hochzeiten 91 000 hauptamtlichen und 180 000 inoffiziellen Mitarbeitern vornehmlich die Bürger des eigenen Landes im Visier. Verursachte mit einer selbst mit anderen Ostblockstaaten unvergleichbar hohen Überwachungsdichte viel Leid für die Bürger der DDR. Als ehemaliger Bürger jenes diktatorischen Staates kann man je nach Biografie durchaus davon ausgehen, in den Kreis derer zu gehören, über die eine Stasi-Akte existierte und vermutlich bis heute noch inzwischen im Stasi-Unterlagen-Archiv des Bundesarchivs existiert. Menschen aus der BRD, etwa aus Krefeld, die in den 70er- oder auch 80er-Jahren geschäftlich in der DDR zu tun hatten, mehrfach dort zu Besuch waren, oder sogar Freundschaften dort hin pflegten, müssen aber auch damit rechnen, dass sie ins Visier der Stasi geraten waren. „Über Gäste aus der BRD gab es sehr wahrscheinlich eine Akte“, bekräftigt Daniela Münkel, Leiterin der Abteilung Vermittlung und Forschung im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, bei der Vorstellung einer besonderen Wanderausstellung. Unter dem Titel „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ zeigt man anhand 21 Objekte und Fallbeispiele auf sechs Stelen und einem Tisch einen exemplarischen Überblick über die Machenschaften der Stasi.