Niederrheinische Sinfoniker Stringenz, Spannkraft und mäandernde Zwischentöne

Krefeld · Das Krefelder Sinfoniekonzert mit Gastdirigent Daniel Huppert und Cellistin Camille Thomas hatte viele Kontraste im Gepäck. Und es gibt eine einschneidende Neuigkeit für die nächste Saison zu vermelden.

Cellistin Camille Thomas und Gastdirigent Daniel Huppert beschwören gemeinsam mit den Niederrheinischen Sinfonikern den „Dance“ von Anna Clyne.

Foto: Ja/Jochmann, Dirk (dj)

Selten hört man die siebte Sinfonie Beethovens mit so viel rhythmischer Spannkraft und energiegeladen bis in die Haarspitzen der kleinsten Details hinein. Klar, man kann es von Anfang an tüchtig donnern und wirbeln lassen in dieser großartigen Musik; insbesondere, wenn man historische Klangtreue – also die Art, wie es zu Beethovens Lebzeiten wohl geklungen haben könnte – zwar nicht zum Fetisch erhebt, aber sorgsam im Hinterkopf hat. Das ist eh inzwischen gute Tradition bei den Niederrheinischen Sinfonikern. Aber dieser Beethoven war so stringent, so kantig gemeißelt, wie selten. Das muss was heißen, sind doch große Teile dieses Werkes schon an sich zum Bersten voll mit leidenschaftlicher Kraft.