Abwasserbeseitigung in Langenfeld Stadt muss Kanalnetz für 152 Millionen Euro ausbauen

Langenfeld · Im Umweltausschuss referierte Gutachter Thomas Wedmann über das fortgeschriebene Abwasserbeseitigungskonzept. Vor allem der Gewässerschutz sorgt für hohe Kosten. Regenwasser muss vor dem Einleiten geklärt werden.

Das Regenrückhaltebecken in Stefenshoven ist eines von 29 im Stadtgebiet, laut Gutachter müssten noch 19 weitere gebaut werden.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

„Das größte Infrastrukturvermögen einer Stadt schlummert unter dem Pflaster“, sagt Thomas Wedmann vom Büro Fischer Teamplan Solingen. Das Kanalnetz der Stadt Langenfeld ist 426 Kilometer lang, jeweils die Hälfte der Kanallänge entfällt auf die Schmutzwasser- und die Regenwasserbeseitigung. 99,5 Prozent der bebauten Grundstücke sind ans Kanalnetz angeschlossen. Im Außenbereich befinden sich immerhin noch 81 Kleinkläranlagen und -gruben. Alle sechs Jahre muss die Stadt ein Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) vorlegen, aus dem hervorgeht, welche Maßnahmen die Stadt zum Ausbau oder der Ertüchtigung ihres Abwassernetzes plant. Seit 2008 muss zeitgleich ein Niederschlagswasserbeseitigungskonzept eingereicht werden, in dem die Maßnahmen zur ortsnahen Regenwasserbeseitigung aufgeführt sind. Das Problem: Große Teile des Stadtgebietes liegen in Wasserschutzgebieten, sagte Wedmann kürzlich im Bau- und Verkehrsausschuss, wo er die aktuelle Fortschreibung des ABKs vorstellte.