Energie in Mettmann Laubacher Feld: Anwohner diskutieren mit Rhenag und Stadt über Nahwärme

Mettmann · Manche Anwohner wollen raus aus der Nahwärme am Laubacher Feld. Sie fühlen sich vom Versorger Rhenag übervorteilt und von der Stadt im Stich gelassen. Am Dienstag trafen sich die Streitparteien im Rathaus.

Tim Winterscheid (r.) vertritt die Interessen der Rhenag, die für die Wärmeerzeugung am Laubacher Feld zuständig ist.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Zwischenzeitlich wurde es laut im Ratssaal, intensiv war die Diskussion über die gesamten zwei Stunden hinweg. Rund 50 Anwohner des Viertels Laubacher Feld machten ihrem Ärger über die aus ihrer Sicht viel zu teure und klimaschädliche, weil gasbefeuerte, Nahwärmeanlage Luft. Laut den am Dienstagabend gezeigten Folien sind 183 Gebäude mit 474 Wohneinheiten an das Wärmenetz angeschlossen. Noch bevor das Wohnquartier Laubacher Feld erschlossen wurde, hatten sich die Stadt Mettmann und der Versorger Rhenag 1996 auf die zentral erzeugte Wärme geeinigt. Für alle Hausbesitzer besteht ein Anschlusszwang. Wer die Solidargemeinschaft verlasse, steigere die Kosten für alle Verbleibenden. Seit vielen Jahren fühlen sich einige Anwohner von der Rhenag abkassiert und von der Stadt im Stich gelassen.