Firmen erhalten Spartipps
Ökoprofit: Die Stadt sucht zehn Meerbuscher Unternehmen, die sich um ein Ökosiegel bewerben wollen. Fachleute kommen in die Betriebe und beraten beim Energiesparen.
Meerbusch. Im Rahmen ihres Aktionsprogramms "Klimaschutz und Energiesparen" sucht die Stadt nun auch den Schulterschluss mit der heimischen Wirtschaft. Ansatzpunkt ist das vom Land NRW geförderte Zertifizierungsprojekt "Ökoprofit". Im Rahmen des Projektes erarbeiten Unternehmen gemeinsam mit Fachberatern der Energieagentur NRW Konzepte, um Wasser, Energie und Abfall zu sparen.
Von dem Förderprogramm sollen nun auch Meerbuscher Betriebe profitieren. Um das Projekt ins Rollen zu bringen, werden zehn Firmen gesucht, die teilnehmen möchten - vom Handwerksbetrieb übers Bürohaus bis zum Restaurant. Sind sie gefunden, kann die Stadt beim Ministerium ihre Ökoprofit-Bewerbung mit Förderantrag einreichen.
Ist die Bewerbung angenommen, gibt es eine Auftaktveranstaltung mit allen Beteiligten, dann geht’s an die praktische Arbeit. In Workshops werden alle relevanten Fragen rund um Abfall, Wasser, Energie oder Arbeitsschutz besprochen. Viermal besuchen die Umweltberater in der Regel jedes Unternehmen vor Ort und zeigen Möglichkeiten auf, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig die Kosten zu senken.
Interessenten können sich vorab von Umweltfachleuten der Stadtverwaltung beraten lassen.
Seit dem Start im Jahr 2000 haben nach Angaben des Landesumweltministeriums 665 Unternehmen aus ganz NRW erfolgreich am Ökoprofit teilgenommen. Sie konnten ihre Betriebskosten - von Strombedarf bis hin zum Abfallaufkommen - um insgesamt über 22,3 Millionen Euro jährlich senken.
Die Erfolgsbilanz des Förderprogramms in NRW ist gut: Nach Angaben des Landesumweltministeriums haben die beteiligten Firmen ihre Restabfallmenge gemeinsam um über 37 500 Tonnen reduziert und verbrauchen über 214 Millionen Kilowattstunden Strom und über 1,8 Millionen Kubikmeter Wasser weniger - und das Jahr für Jahr.
Investiert haben die Unternehmen dazu insgesamt rund 49,4 Millionen Euro. Im Schnitt machten sich die Investitionen nach gut zwei Jahren bezahlt.