Lank: Der Umweltmarkt als Volksfest
Ökomarkt: Tausende kamen am Sonntag nach Lank und besuchten auch das Brunnenfest am Alten Markt.
Lank. Die wahren Umweltengel sind bekanntlich unsere Kinder. Das wissen wir nicht erst, seitdem sie uns bei der Mülltrennung penibel auf die Finger schauen. Auch beim Ökomarkt am Sonntag in der Lanker Fußgängerzone wollten sich zahlreiche Jungen endgültig von ihren geliebten Autos trennen. Ein Steppke hatte in der Hauptstraße gar seinen ganzen Matchbox-Fuhrpark ausgebreitet. Die Realität ist freilich eine andere. Schon an der nächsten Ecke pries ein Autohaus nämlich eines seiner neuesten Fahrzeuge mit moderner Dieseltechnologie. Die ökologischere Zukunft liegt offenbar nicht im Verzicht, sondern im Miteinander vieler Interessen und neuer Ideen. Da hatte der lautstarke Auftritt der siebenköpfigen Krefelder Samba-Gruppe mit Wolf Meyer-Ricks als Vorsitzendem des Naturschutzbundes (Nabu) der Ortsgruppe Meerbusch an der Pauke so etwas wie Symbolcharakter: Wer gemeinsam die richtigen Töne trifft, wird auch gehört. Und so spendeten zahlreiche Gäste am Alten Schulhof kräftigen Applaus für den rhythmischen Gleichklang. Nabu und Stadt hatten erneut zum Ökomarkt eingeladen und mit einer Mischung aus Flohmarkt, ökologischer Aufklärung, neuer Umwelttechnologie und geöffneten Geschäften Tausende nach Lank gelockt. Zeitweise ging in der Hauptstraße nichts mehr, insbesondere dann, wenn das Interesse rechts und links besonders groß wurde. Und das war keineswegs insbesondere bei den "öko-typischen" Ständen so.
Greenpeace mahnt mit ungemütlichen Perspektiven
Bunte Perlen standen offenbar bei den weiblichen Besuchern besonders hoch im Kurs, gegenüber bei den Greenpeace-Vertretern gings beschaulicher zu. Dafür sorgte dort das Motto für eine sehr ungemütliche Perspektive, die vermutlich nicht nur Eisbären betrifft: "Kohle killt Knuts Kameraden". Die Kinder hatten nicht nur ihren Spaß am Stand der Malschule, wo sie die Weltmeere mit eigenen Kreationen von bunten Papierfischen auffüllen sollten. Jungen und Mädchen hatten am Alten Markt sofort den eingeweihten Hausbrunnen in Beschlag genommen. Die von Schmiedemeister Leo Jürgens kostenlos angefertigte Krone diente als tolles Klettergerüst. Und dieser Umgang mit dem durch den Heimatverein Lank verschönerten Brunnen war bestimmt weniger respektlos als die Betrachtung eines Bürgers, der sagte: "Da kann man prima eine Blumenampel dran aufhängen."Bis auf den letzten Platz gefüllt waren auch auf dem Alten Markt die Bänke und Stühle der Gastronomen.