Meerbusch: Interreligiöses Friedensgebet - Ein Kirchgang für alle

Bahá’i, Buddhisten, Christen, Juden und Muslime laden zu einem gemeinsamen Abend ein.

<strong>Meerbusch. So etwas sieht man wirklich nicht alle Tage: Ein runder Tisch, an dem sie alle zusammensitzen: ein evangelischer Pfarrer, zwei Vertreter der Bahá’i-Religion und zwei Katholiken. "Die Muslime, Buddhisten und Juden mussten leider arbeiten", heißt es. Aber ansonsten wären sie mit dabei - ganz selbstverständlich.

Seit sechs Jahren treffen sich in Meerbusch Gläubige verschiedener Religionen. Die "Interrelis", wie sie sich mittlerweile humorvoll selbst nennen, wollen "Vorurteile ab- und Akzeptanz aufbauen", erklärt Bahá’i-Mitglied Theresa Köther.

Und damit das nicht nur im kleinen Kreis geschieht, veranstaltet die bunte Truppe am 5. Mai ein interreligiöses Friedensgebet.

"Es ist faszinierend die unterschiedlichen Verfahren zu beobachten", schwärmt Pfarrer Wilfried Pahlke. Man sei überrascht, wie viel die Religionen gemeinsam haben, obwohl sie im wahren Leben oft so weit auseinander liegen.

Aber das ist genau der Punkt. "Die politische Situation zeigt uns täglich, wie wichtig der Dialog ist. Wir müssen uns dieser Aufgabe stellen", bekräftigt José Gomes Rodrigues, ein katholischer Vertreter, das Anliegen der Gruppe.

Interreligiöses Friedensgebet in der Christuskirche Büderich, 5. Mai, Beginn ist um 19 Uhr, anschließend Gesprächsrunde und Imbiss.