Osterath: Wie aus einem Experiment ein Markenzeichen wurde
Lore Schneider-Pohrt zeigt in der evangelischen Kirche in Osterath ihre kleinformatigen „Menschenbilder“. Bis zum 20. Juli lässt sich die Ausstellung besichtigen.
Osterath. Menschen interessieren Lore Schneider-Porth - in all ihren Facetten, mit ihren Macken, vor allem aber im Umgang mit anderen. Wie sich die Lebenswege von Individuen kreuzen, "wie ein Mensch sich in der Masse bewegt und doch einsam ist", erläutert die Künstlerin ihre emotionale Herangehensweise, wenn sie sich an ihre Radierungen, Zeichnungen und Prägedrucke begibt.
Doch als ob sie sich dabei erwischt hätte, ein Eigenlob auszusprechen, relativiert Schneider-Pohrt sofort: "Das ist natürlich keine elegante Malerei. Eher wie ein solides Handwerk."
Das macht aber offenbar neugierig. 20 Jahre wirkte die Künstlerin an der Volkshochschule als Dozentin, "und aus welchem Grund auch immer, waren bei mir immer die meisten Männer. Galeristen, Künstlerkollegen, die wissen wollten: Wie funktioniert das?"
Das Ergebnis ihrer Arbeit überrascht die Strümperin selbst oft am meisten. "Da macht man sich 14 Tage Gedanken, wie etwas womöglich aussehen könnte, und plötzlich kommt etwas ganz anderes dabei heraus. Ist dann aber oft auch nicht schlecht", lächelt das Mitglied des Vereins Meerbuscher Künstler.