Grevenbroich: Neue Feuerwehrwache soll Ende Mai stehen
Bau: Schallgutachten wird Belästigung für Anwohner klären.
Grevenbroich. Montagmorgen rückten die ersten Bagger an der Langwadener Straße an. Sie sollen den Zufahrtsweg für die Baufahrzeuge ebnen, die dort in den kommenden Wochen die neue Feuerwehrwache hochziehen sollen. Offizieller Baubeginn sollte eigentlich schon am 15. Februar sein, doch der Investor hielt den Termin nicht ein.
"Der hat sich ein bisschen übernommen", vermutet Ralf Müller, Projektkoordinator des Technischen Dezernats. Das Thema wurde gestern auch beim Feuerschutzausschuss diskutiert. Bürgermeister Axel Prümm zeigte sich zuversichtlich.
Die Verspätung täte dem Bauprojekt keinen Abbruch. "Hauptsache, die neue Feuerwache ist wie vereinbart am 31. Mai bezugsfähig", sagte er. Ab dann sollen alle Einsätze von der Langwadener Straße starten. Wenn das nicht erreicht wird, will Prümm dem Investor die Kosten in Rechnung stellen.
Die neue Feuerwehrwache war notwendig geworden, da die alte dem geplanten Büro- und Geschäftskomplex am Markt weichen muss. Noch immer gibt es seit Monaten schwelende, massive Proteste von Anwohnern, die Lärmbelästigung fürchten. Ein Schallgutachten soll nun die tatsächliche Gefährdung messen.
Die Bürgerinitiative gegen die Feuerwache schickte gestern einen Brief an die Stadt. Der Vorwurf: Man habe gegen das europäische Vergaberecht verstoßen. Prümm sieht das Projekt durch die neuen Einwände nicht gefährdet. Man tue alles, um die Anwohner zu schützen: "Doch im Zweifel geht das öffentliche Recht über das private."