Kaarst: Drei-Besen-Tag - Kampf gegen den wilden Müll

Am 8.März räumen die Schützen und andere Vereinsmitglieder im Stadtgebiet auf.

Kaarst. Autoreifen, Kühlschränke, Fernseher und Möbel - das ist nur eine kleine Auswahl des Mülls, der im Stadtgebiet "wild" entsorgt wird. Vor allem abgelegene Ecken, wie an der Langen Hecke unter der Autobahnbrücke, gelten als "neuralgische Punkte". Gemeinsam mit den Schützenbruderschaften nimmt die Stadt aber auch in diesem Jahr wieder den Kampf mit dem Unrat auf. Am Samstag, 8. März, rücken die Schützen und viele andere Bürger aus, um am "Drei-Besen-Tag" für Ordnung zu sorgen.

Die Aktion, von den Schützenbruderschaften ins Leben gerufen, findet zum neunten Mal statt. "Das Engagement der Schützen kann man nur immer wieder loben. Der Drei-Besen-Tag gehört zu den wichtigsten Terminen für eine saubere Stadt", sagt Jan Opial, Bereichsleiter Tiefbau, Grünentwicklung und Baubetriebshof. Im vergangenen Jahr seien etwa 36 Kubikmeter Müll am Aktionstag gesammelt worden. "Das war Rekord, so viel hatten wir vorher noch nie gesammelt", ergänzt Peter Becker von der St.Sebastianus-Schützenbruderschaft Kaarst.

Auch in diesem Jahr werden wieder einige 100 Bürger auf Mülljagd gehen. "Bislang haben wir 640 Anmeldungen", sagt Abfallberaterin Jutta Sommer, die den Besen-Tag mitkoordiniert. Neben den Schützen aus Kaarst, Büttgen, Holzbüttgen, Vorst und Driesch haben auch andere Vereine und Unternehmen ihre Teilnahme schon zugesagt. Zum ersten Mal dabei sein werden diesmal Mitarbeiter der Kaarster McDonalds-Filiale. "Das Unternehmen gilt ja als einer der Hauptverursacher für den Müll", so Peter Becker.

Aber auch einige Schulen machen mit. "Die Schüler ziehen teilweise schon freitags los. Der Aktionstag wird in den Unterricht eingebunden", erklärt Stadtsprecherin Sigrid Hecker. Für die Schützen ist das besonders wichtig. "Durch den Besen-Tag soll ja nicht nur die Stadt sauberer werden, wir wollen die Menschen - vor allem die Jugendlichen - zu mehr Sauberkeit sensibilisieren", ergänzt Becker.

Los geht es am Samstag um 10Uhr an den jeweiligen Sammelpunkten in den Stadtteilen. "Dort werden die Teilnehmer mit Müllsäcken ausgestattet", so Jan Opial. "Wir bitten aber darum, selbst Handschuhe mitzubringen." Es gebe zwar beim Bauhof ein Kontingent, "das reicht aber niemals für alle". Anmelden kann man sich bei den Anprechpartnern für den jeweiligen Ortsteil (siehe Kasten). "Und auch, wo man den gesammelten Müll abstellt, sollen die Teilnehmer den Koordinatoren mitteilen", sagt Baubetriebshofleiter Heinz Kiefer. Die Mitarbeiter des Bauhofes fahren dann durch die Stadt und sammeln die Säcke ein.