Neuss: Lob und Tadel für Spielplätze
Rundgang: Mehr als 30 Weckhovener Kinder schauten sich mit Bürgermeisterin Quiring-Perl die Spielstätten an.
Neuss. Wackelige Rutschen, fehlende Bänke, schmutziger Sand und kaputte Schaukeln - die Spielplätze im Stadtteil Weckhoven sind in einem schlechten Zustand. "Sie waren in einem schlechten Zustand", wirft die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Quiring-Perl ein. Die Politikerin besuchte gestern mit mehr als 30 Kindern aus der Kinderversammlung des Stadtteils die Spiel- und Bolzplätze.
Dies hatte sie schon vor knapp sechs Monaten getan und mit Hilfe der Weckhovener Jungparlamentarier eine Mängelliste erstellt. "Ein halbes Jahr später kann man sagen, dass etwa die Hälfte der Schäden behoben ist, beziehungsweise demnächst wird", sagt Quiring-Perl. Bei der Besichtigung gab es Lob und Tadel für die Betreiber der Plätze - so zum Beispiel an der Christoph-Probst-Straße. "Hier waren Rutsche, Schaukeln und kleine Spielgeräte kaputt", erinnert Melissa die Bürgermeisterin. Außerdem sei der Sand an einigen Stellen "sehr schmutzig" gewesen.
"Der Sand ist ausgetauscht", sagt die CDU-Frau beim ersten Blick auf den Spielplatz. Und auch die Rutsche sei repariert. "Aber wegen der Schaukeln muss ich nochmal nachhaken." Die sind nämlich ersatzlos abmontiert. "In diesem Fall ist der Bauherr der Hochhäuser gefragt - der Bauverein", ergänzt Quiring-Perl. "Aber hier ist wenigstens mit den Sanierungen angefangen worden. Das ist doch schon was."
Auch neue Probleme sind den Kindern in den vergangenen sechs Monaten aufgefallen. Ahmet und Zahir haben Anregungen zum Straßenverkehr. "Hier fahren die Autos immer viel zu schnell", sagt Ahmet, als die Gruppe die Kreuzung Hoistener Straße/Am Palmstrauch überquert. "Dann werde ich mal nachfragen, ob man da was machen kann", entgegnet Quiring-Perl.
"Für einen Stadtteil wie Weckhoven, der viele soziale Brennpunkte hat, ist es wichtig, dass die Kinder intakte Spielplätze haben", erklärt Kai Langeneckhardt, der als Leiter des Jugendbüros die Kinderversammlung betreut. "Deshalb erhoffen wir uns von Frau Quiring-Perls Besuch einen Schub für die Reparaturarbeiten." Die Bürgermeisterin wird jedenfalls nicht locker lassen: "Das war jetzt eine Zwischenbilanz mit überwiegend positiven Ergebnissen. Die verbliebenen Mängel werde ich mit Trägern und Ämtern besprechen." Vor der Sommerpause soll dann ein weiterer Rundgang folgen.