Der Winter bleibt - mit glatten Straßen und neuem Schnee

Nach den Minusrekorden der vergangenen Woche pendeln die Temperaturen in NRW zu Wochenbeginn um den Gefrierpunkt. In den Städten ist der meiste Schnee verschwunden, die Wintersportbedingungen sind aber weiterhin gut. Im Siegerland gab es schulfrei wegen glatter Straßen.

Köln (dpa). Nach einem schneereichen Wochenende hat es auf spiegelglatten Straßen in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Mal gekracht. In der Nacht zum Montag kam es laut Polizei zu 129 Unfällen. Dabei wurden sechs Menschen schwer verletzt, 23 kamen mit leichten Blessuren davon. Bei mehr als 400 Unfällen Sonntag entstand nach Angaben der Behörden ein Sachschaden von rund 1,6 Millionen Euro.

In fünf Kommunen im Siegerland blieben am Montag alle Schulen geschlossen, weil keine Schulbusse fuhren. Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd hatten hatten aus Sicherheitsgründen den Busverkehr im Kreis Siegen-Wittgenstein zunächst eingeschränkt und dann komplett eingestellt. Betroffen waren Siegen, Hilchenbach, Freudenberg, Bad Laasphe und die Gemeinde Wilnsdorf.

In Wuppertal stürzten etliche Bäume unter der Last von Schnee aufdie Straßen und Äste versperrten Fahrbahnen. Dadurch wurden Zufahrtenzu Einsatzstellen von Feuerwehr und Rettungsdiensten blockiert.Mancherorts kam es durch Schmelzwasser zu kleineren Überschwemmungen.

In den Wintersportgebieten bleibt die die weiße Pracht liegen. Mitte der Woche rechnen die Meteorologen mit neuen Schneefällen in Teilen des Landes. „Am Mittwoch rechnen wir im Süden von NRW wieder mit Schnee“, sagte Karl-Heinz Nottrodt vom Deutschen Wetterdienst in Essen. „Bis dahin bleibt es weiter kalt.“

In der Nacht zum Dienstag sinken die Temperaturen auf minus acht Grad, im Bergland stellenweise auch auf minus zehn Grad. „Im Laufe der Nacht bildet sich Nebel, der am Dienstag noch lange bleiben wird“, sagte Nottrodt. Es werde ein trüber Tag. Auf vielen Straßen bleibt es wohl glatt. „Vor allem Nebenstraßen sind gefährlich“, sagte Nottrodt.