Der Grund ist ein Verkehrsunfall, den der Spieler am 2. Dezember 1995 in Rio de Janeiro verursachte. Damals waren drei Menschen ums Leben gekommen und weitere drei verletzt worden.
Edmundo, der wegen seines Temperaments auf dem Spielfeld auch „O Animal“ (das Tier) genannt wurde, war 1999 zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden, die er im halboffenen Vollzug abbüßen sollte. Diese Strafe soll er jetzt nach dem Willen von Richter Carlos Eduardo de Figueiredo antreten. Allerdings wurde die Polizei bislang nicht fündig, weshalb Edmundo am Mittwoch als „Justizflüchtling“ eingestuft wurde.
Der Ex-Stürmer verbrachte bislang wegen des Vorfalls nur eine Nacht im Gefängnis. Über ein Jahrzehnt konnte sein Anwalt mit Rechtsmitteln eine Inhaftierung verhindern. Edmundo Alves de Souza Neto wurde 1998 im WM-Finalspiel gegen Frankreich kurz eingewechselt. Brasilien verlor die Partie mit 0:3. Edmundo spielte unter anderem für den AC Florenz, vor allem aber für den brasilianischen Club Vasco da Gama.