Mangelnde Nähe zur Truppe kann dem gebürtigen Berliner schwerlich vorgeworfen werden: Königshaus, der im März 2010 in sein neues Amt gewählt worden war, ist der erste Wehrbeauftragte, der selbst bei der Bundeswehr war. Zum Gang in die Politik entschied er sich erst spät. Nach dem Jurastudium arbeitete er 1980 bis 1986 als Richter, übernahm dann führende Positionen in der Berliner Senatsverwaltung.
Seit 1995 gehörte Königshaus dem Landesvorstand der Berliner FDP an. 2004 rückte er für den verstorbenen Ex-Wirtschaftsminister Günter Rexrodt in den Bundestag nach. Als Obmann im Untersuchungsausschuss zum Luftangriff auf Kundus stellte er sich hinter den Bundeswehr-Oberst Georg Klein, der den Befehl für den verheerenden Bombenangriff mit bis zu 142 Toten gegeben hatte.