Zumindest habe er den Tod des damaligen Cuxhavener Veterinäramtsleiters billigend in Kauf genommen. Der Angeklagte selbst wollte sich am Montag nicht zur Sache äußern. Der inzwischen pensionierte Tierarzt nimmt als Nebenkläger teil, war aber am ersten Prozesstag nicht anwesend.
Im Februar war der Tierarzt mit Kollegen und in Begleitung der Polizei mit Viehtransportern auf dem kleinen Hof in Niedersachsen vorgefahren. Der Bauer stand schon länger unter Beobachtung, da er aus Behördensicht seine Tiere nicht korrekt hielt. Nach zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen sollte ein Gerichtsbeschluss vollstreckt, die Rinder, Schafe und Pferde abgeholt und an Viehhändler übergeben werden. Landwirt und Veterinär diskutierten zunächst noch, aber nicht hitzig.
„Plötzlich und völlig überraschend“ schoss der Mann dann laut Staatsanwaltschaft aus dem Dunkeln eines Gebäudes heraus in Richtung des Tierarztes. Zuvor soll er noch „Existenzvernichter“ gerufen haben. Für den Prozess wurden Termine bis Anfang September angesetzt.