Mindestens 20 Menschen werden noch vermisst. Eine Herausforderung blieb die Versorgung der Überlebenden. Straßen sind nach Erdrutschen teilweise noch nicht wieder passierbar. „Wir haben unsere letzten Reisvorräte verteilt“, berichtete Bürgermeister Jose Pahang aus der Ortschaft Antequera auf der Insel Bohol. Dort waren 13 Menschen ums Leben gekommen. „Unsere Vorräte an Dosengemüse, Medikamenten und Wasser gehen auch zur Neige.“ Die Straßen in seine Region seien noch blockiert.
Der preisgekrönte Kinderchor von Loboc sang am Freitag vor den Ruinen der historischen San-Pedro-Kirche. „Wir dürfen die Hoffnung nie verlieren“, sagte Carmel Mae Inzon, die in dem Chor singt. „Unsere Proben sind zwar abgesagt, aber wir machen weiter, und wollen wie geplant an einem Wettbewerb im Dezember in Vietnam teilnehmen.“
Die Katastrophenbehörde zog eine erste Bilanz: Bei dem Beben der Stärke 7,2 wurden am Dienstag auf der Insel Bohol und Nachbarinseln 640 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila 34 000 Häuser zerstört. Sie schätzte die Schäden an Gebäuden, Straßen und Brücken auf 563 Millionen Pesos (9,5 Millionen Euro).