Kriminalität Polizei ermittelt nach Schüssen in Bielefeld
Bielefeld · Nach den Schüssen in der Nähe des Bielefelder Landgerichts ermitteln die Sicherheitsbehörden zu den Hintergründen. Zwei Tatverdächtige wurden festgenommen - gibt es noch einen dritten?
Die Sicherheitsbehörden ermitteln weiter zu den Hintergründen der Schüsse in der Nähe des Bielefelder Landgerichts. Das Motiv ist noch unklar, zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Ob es noch einen dritten gebe, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch die Tatbeteiligung der beiden Festgenommenen sei noch nicht abschließend geklärt. Laut Polizeiangaben wurde eine mögliche Tatwaffe gefunden. Vier Verletzte würden im Krankenhaus behandelt und seien in stabilem Zustand.
Die Schüsse hatten am Mittwoch einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Nach Informationen aus Polizeikreisen soll es sich um einen gezielten Angriff auf Personen gehandelt haben, die einen Bezug zum Strafprozess um den Tod des ehemaligen Profiboxers Besar Nimani haben. Kurz vor den Schüssen war im Gerichtsgebäude ein weiterer Verhandlungstag in dieser Sache zu Ende gegangen. Nimani war vor einem Jahr in der Bielefelder Fußgängerzone erschossen worden.
Prozess unter strengen Sicherheitsauflagen
Der Prozess findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Gerichtsgebäude und Verhandlungssaal werden von Beamten einer Einsatzhundertschaft gesichert. Alle Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter mussten sich vor Betreten des Gerichtssaals durchsuchen lassen.
Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei Männer dem früheren Boxer am 9. März 2024 aufgelauert und 16 Schüsse abgegeben haben. Der 38-Jährige verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Wegen heimtückischen Mordes angeklagt ist in dem Verfahren ein 34 Jahre alter Mann. Er hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger ist weiterhin auf der Flucht.
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