„Wir erzählen die Geschichte einer Freundschaft, die eine völlig neue Kunst hervorgebracht hat“, sagte Museumsdirektor Dirk Blübaum am Donnerstag. Zum ersten Mal steht Wiegers damit im Mittelpunkt einer Ausstellung in Deutschland.
Die beiden Maler hatten sich 1920 als Rekonvaleszenten in Davos in der Schweiz kennengelernt. Während sich Kirchner bereits als Mitbegründer der revolutionären Künstlergruppe „Die Brücke“ einen Namen gemacht hatte, hing der 13 Jahre jüngere Niederländer zu dieser Zeit noch dem Naturalismus nach, den er in Groningen studiert hatte.
Mit rund 100 Werken wollen die Kuratoren vermitteln, wie sich die Künstler gegenseitig beeinflusst haben. Schwarz-weiße Zeichnungen stehen dabei farbintensiven Gemälden gegenüber. Die vielfältigen Formen zeugen vom Versuch, die Kunst von alten Zwängen zu befreien. Zu sehen ist die Schweriner Schau, die in Kooperation mit dem Groninger Museum und dem Saarlandmuseum entstand, bis zum 28. September.