Das Kino sei ein „privilegierter Ort“, an dem der Zuschauer sich für anderthalb bis zwei Stunden voll und ganz dem Erzähler anvertraue, so der Regisseur weiter. In dieser Zeit könne man „in den Köpfen der Menschen mehr auslösen als jede Fernsehsendung oder Youtube“.
Wenders bezeichnete den Wahlerfolg Trumps als „blanken Horror“. Er wisse nicht, wie das Land die nächsten Jahre ohne bürgerkriegsähnliche Zustände überstehen solle. „Im Kino ist Narzissmus eine witzige Sache. Über den irgendwie selbstverliebten Vater in "Toni Erdmann" kann man lachen, aber man will ihn nicht als US-Präsidenten.“ Wenders' aktueller Film, das Beziehungsdrama „Die schönen Tage von Aranjuez“, kommt am Donnerstag in die Kinos.