Der Pflanzennährstoff Phosphor gehöre zu den endlichen Ressourcen auf der Erde. Experten gehen der Fachagentur zufolge davon aus, dass ökonomisch sinnvoll nutzbare Phosphor-Lagerstätten in den nächsten 100 Jahren erschöpft sein könnten. Biomasse-Aschen enthielten aber Phosphor und andere wertvolle Nährstoffe in relevanten Mengen.
Die Forscher brachten die Asche auf Feldern in Rostock, Potsdam und Trenthorst (Schleswig-Holstein) aus, wie es hieß. Dabei hätten sich auf zwei der drei Versuchsflächen die Erträge verbessert.
In Rostock habe eine Kombination mit den Pflanzenarten Phacelia und Grünroggen als Zwischenfrucht den Phosphor-Düngeeffekt der Aschen verstärkt. In Potsdam-Bornim hätten die mit Strohasche gedüngten Böden sogar höhere Erträge gebracht als Flächen mit herkömmlichem Phosphor-Dünger. Lediglich in Trenthorst habe es keine positive Auswirkung gegeben. Das liege vermutlich an den höheren pH-Werten und dem höheren Phosphor-Gehalt des Bodens dort.
Die Asche dürfe aber nicht mit Schwermetallen belastet sein. „Hier besteht noch Entwicklungsbedarf bei der Verbrennungstechnik und der Ascheaufbereitung“, hieß es. Bevor Biomasse-Aschen in größerem Umfang in der Praxis Einzug halten könnten, seien auch bei Logistik und Ausbringung noch Fragen zu lösen. Am Ende müsse der Aschedünger zudem preislich mit gängigen Phosphor-Düngern konkurrieren.