Tuffe geben nicht nur Einblicke in dynamische Prozesse weit zurückliegender Zeiten, sondern sie entstehen auch heute noch, berichteten der Bundesverband deutscher Geowissenschaftler (BDG) und die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) am Dienstag, die seit 2007 gemeinsam das Gestein des Jahres bestimmen.
So bestanden die Aschewolken des isländischen Vulkans, die im April 2010 Europas Flugverkehr lahmlegten, aus solch zerstobenem Magma. Die Tuff-Vorkommen in Deutschland stammen hauptsächlich aus zwei Abschnitten der Erdgeschichte: Vor 300 Millionen Jahren entstanden die rötlichen Porphyr-Tuffe, vor 25 bis 45 Millionen Jahren vor allem Basalt-Tuffe. Tuff wird bereits seit Jahrhunderten als Werkstein verwendet, denn wegen seiner Poren ist er nicht so schwer wie Felsgestein. Unter anderem das Kloster Maria Laach, aber auch das Kölner Rathaus sind berühmte Bauten aus Tuff.