Heute sind keine Wahlkampfveranstaltungen mehr erlaubt.
Das arme Land in Südostasien steht nach Jahrzehnten Militärdiktatur und fünf Jahren einer von Ex-Generälen geführten Reformregierung vor einer Richtungsentscheidung: Bleibt es bei einer militärnahen Regierung oder gewinnt Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi? Umfragen gibt es nicht, beide gaben sich siegesgewiss.
Suu Kyis Nationalliga für Demokratie (NLD) fürchtet Wahlbetrug. Es gebe schon jetzt viele Anzeichen, dass die Wahlen nicht frei und fair laufen, sagte sie. Zahlreiche Botschafter appellierten an die Bevölkerung, demokratische Prinzipien zu akzeptieren. „Die heutigen Gegner können die Partner von morgen sein“, meinte der deutsche Botschafter Christian-Ludwig Weber-Lortsch in einer Videobotschaft.