Am Freitag ist er in Düsseldorf gelandet, seit Dienstag ist Yousef Qashi beim Wuppertaler SV wieder im Training. Ein bisschen spürt er die Strapazen seiner langen Fußballreise nach China noch in den Knochen, auf der anderen Seite aber auch das Adrenalin im Blut, das seine Teilnahme am Asian-Cup mit den jordanischen U 20-Fußballern freigesetzt hat. „Die schönsten Momente waren im Spiel gegen Nordkorea, als ich das 2:0 vorbereitet und nachher den Sieg mit der Mannschaft gefeiert habe“, berichtet der 19-Jährige, den der WSV vom FC Bayern München ausgeliehen hat. „Leider ist die Reise zu früh zu Ende gegangen“, sagt Qashi gleichzeitig bedauernd. Wie berichtet, hätte er mit seinem Team das letzte Gruppenspiel gegen den Irak gewinnen müssen, um das Viertelfinale zu erreichen. Es endete aber 0:0. Qashi: „Da hatten wir viel Pech, haben zwei Mal den Pfosten getroffen, drei Mal wurde der Ball auf der Linie geklärt.“ Ihn selbst, der beim WSV bisher meist nur zu Kurzeinsätzen gekommen ist, habe das Turnier weitergebracht, da ist er sich sicher. Von acht Spielen, die das Team inklusive Vorbereitung bestritten hat, hat er sechs über 90 Minuten gemacht. „Ich habe gemerkt, wie es jedes Spiel besser wurde und man ganz anders herangeht“, sagt er. China selbst sei gleichzeitig faszinierend und beängstigend gewesen. Überall Kameras, Serviceroboter im Hotel, bezahlen nur mit Karte: „Man hat das Gefühl, die sind uns 20 Jahre voraus.“ Nun ist er wieder im deutschen - und im WSV-Alltag, der da heißt: Abstiegskampf. Ob er am Samstag gegen Wiedenbrück im Kader ist? „Ich glaube, ich habe ganz gut trainiert, aber das muss der Trainer entscheiden.“ gh
Fußball-Regionalliga Aus China zurück beim Wuppertaler SV
Wuppertal/Shenzhen · Nach seiner Teilnahme am Asian Cup mit der jordanischen U 20 hat Yousef Qashi beim Regionalligisten das Training wieder aufgenommen. Mitgebracht hat er einmalige Eindrücke und viel Spielpraxis.
26.02.2025
, 17:51 Uhr