Er wolle künftig nicht als „Sponsor für politische Parteien“ auftreten. Zu Berichten über eine eigene Karriere in der Politik sagte er: „Ich denke, die Leute, die sich wirklich um mein Schicksal gekümmert haben, haben keinen Anlass für solche Spekulationen.“ Er werde keine Politik betreiben.
Chodorkowski gab auch bekannt, dass er auf einen neuen Rechtsstreit um den früheren Ölkonzern Yukos verzichten will. „Ich werde nicht um meine Yukos-Anteile kämpfen.“ Als Chef von Yukos war er einst zum reichsten Mann Russlands geworden. Zur Rolle der Opposition sagte er: „Die Opposition hat derzeit keine starken Perspektiven, aber sie sind viel besser als noch vor zehn Jahren.“
Der 50-Jährige äußerte sich in einem kleinen Kreis von Journalisten erstmals nach seiner Landung in Berlin in der Öffentlichkeit. Am Mittag (13.00 Uhr) will er im Mauermuseum am Checkpoint Charlie auch eine Pressekonferenz geben.