Das sagte der französische Innenminister Claude Guéant am Mittwoch im TV-Nachrichtensender BFM. Er beschrieb den Verdächtigen Mohammad Merah als einen Menschen, der sich selbst als „Mudjahidin“ bezeichnet und Beziehungen zu Personen aus dem radikalen muslimischen Salafisten-Gruppen hat. „Sein Profil entspricht dem eines sehr entschlossenen Menschen (...) Er spricht viel und betont seine Überzeugungen“.
Der junge Mann lebte nach Angaben eines Nachbarn zuletzt völlig unauffällig in dem fünfstöckigen Haus, in dem er sich am Mittwoch nach einem Polizeieinsatz verschanzt hat. „Er war sehr diskret“, erklärte ein Nachbar TV-Journalisten. Trotz seines jungen Alters war der Tatverdächtige bereits mehrfach straffällig geworden, sagte Guéant. „Dieser Mann hat bereits mehrere Straftaten auf französischem Boden begangen, einige mit Gewalt (...).“
Der 24-jährige habe sich auch in Afghanistan und Pakistan aufgehalten. Guéant betonte, der Mann sei deswegen bereits seit mehreren längerem von den Geheimdiensten beobachtet worden. Auch sein direktes familiäres Umfeld steht im Verdacht, mit den radikalen Überzeugungen des jungen Mannes sympathisiert zu haben.