Dieses soll unter anderem mehr Leistung für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz bieten. Es ist der erste kommerziell verfügbare Smartphone-Chip, der mit 7- Nanometer-Strukturbreiten gefertigt wird, wodurch mehr Transistoren auf die gleiche Fläche passen. Für das maschinelle Lernen wurden speziell zwei sogenannte Neuro-Prozessoren abgestellt, was unter anderem die Bilderkennung und die Bearbeitung von Fotos beschleunigen soll.
Die ersten Telefone von Huawei mit Kirin 980 werden für Herbst erwartet. Der Chip wird vom Auftragsfertiger TSMC aus Taiwan produziert. Ein Smartphone mit dem ebenfalls neuen Mittelklasse-Prozessor Kirin 710 können IFA-Besucher in Gestalt des Mate 20 Lite schon anfassen. Sein abgerundetes, 6,3 Zoll großes Display (2340 mal 1080 Pixel) ist im 19,5:9-Format ausgelegt und nimmt damit den allergrößten Teil der Telefonfront ein. Mit 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) und 64 GB erweiterbarem Speicherplatz gibt es das Telefon Anfang September für 400 Euro.
Außerdem hat Huawei einen Smartspeaker vorgestellt, in dem auch ein Router für den Internetzugang über LTE-Mobilfunk steckt. Der Lautsprecher AI Cube arbeitet mit Amazons Sprachassistentin Alexa. Im Router-Teil steckt ein LTE-Modem, das Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll. Im Gebäude spannt der von Mitte Dezember an erhältliche AI Cube ein WLAN-Netz nach dem ac-Standard auf. Einen Preis für das Gerät nannte Huawei noch nicht.