Im ersten Quartal 2018 wies die Rocket Internet SE deshalb einen Konzerngewinn in Höhe von 75 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag in Höhe von 86 Millionen Euro angefallen war, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte.
Nach Steuern blieb unter dem Strich ein Überschuss von 72 (Vorjahr minus 84) Millionen Euro übrig. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich von 9 auf 10 Millionen Euro. Das Unternehmen ist seit März im MDax der mittelgroßen Börsenwerte notiert.
Rocket Internet hatte den Großteil seiner Beteiligung an Delivery Hero an den südafrikanischen Medienkonzern Naspers abgegeben und damit seinen Anteil bis Ende März auf 8 Prozent reduziert. Die Beteiligungen HelloFresh, Global Fashion Group, Jumia, Westwing und Home24 erzielten weiteres Umsatzwachstum - die Mehrzahl der Unternehmen arbeitet aber noch nicht profitabel.
Rocket Internet gründet Firmen oder investiert in junge Unternehmen. Als bisher größter Erfolg aus dem Hause Samwer gilt der Online-Modehändler Zalando. Auf eine weitere, ähnlich gute Story warten die drei Brüder Oliver, Marc und Alexander Samwer aber bislang. Nach den Börsengängen von Delivery Hero und HelloFresh im vergangenen Jahr hatte unlängst der Internet-Möbelhändler Home24 den Gang aufs Parkett angekündigt.