Das Service-Angebot, das an der Uniklinik Bochum angesiedelt ist, will bei süchtigem Verhalten bezogen auf verschiedene Netzinhalte beraten - von Computerspielen über soziale Netzwerke bis hin zu Pornografie.
Auf der Seite Onlinesucht-Ambulanz.de können Betroffene oder Angehörige etwa testen, ob sie selbst oder ein Familienmitglied gefährdet sind. Ein weitergehendes, individuelles Beratungsangebot per Webcam im Videochat soll vom 1. September an folgen.
„Unser Ziel ist es, die Betroffenen dort abzuholen, wo die Sucht ihren Ursprung hat. Denn viele finden auf herkömmlichen Wegen nicht in das Hilfesystem“, erklärte Projektleiter Bert te Wildt von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum den Ansatz.
Die Onlinesucht-Ambulanz wird unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) getragen. Letztere bietet bereits seit 2011 unter Ins-Netz-gehen.de ein Präventionsprogramm gegen exzessives Computerspielen und Internetsurfen, das sich an Jugendliche ab zwölf Jahren und deren Eltern sowie an Lehrkräfte richtet.