Sie zeichneten ein facettenreiches Bild des 1934 geborenen Karaseks, der zwei deutsche Diktaturen erlebt hatte und später mit seinen Kenntnissen und Analysen in der „Zeit“ und im „Spiegel“ ebenso bestach wie mit seinem Witz und seiner Daseinslust.
Gottschalk, der nach einem Sturz den Saal auf Krücken betrat, berichtete von einem launigen Ferienaufenthalt der Karaseks bei ihm zuhause in Kalifornien. „Mit ihm bin ich in Disneyland Achterbahn gefahren - darum sehe ich seine Feuilletons entspannter“, sagte der frühere „Wetten, dass ..?“-ZDF-Moderator schmunzelnd über seinen TV-Kollegen.
Jauch schlug dagegen ernste Töne an, las aus Karaseks Memoiren an die Nazizeit und Hungerjahre in der Nachkriegs-DDR, als der spätere Star-Kritiker Teller und Töpfe auslecken musste. Daraus resultierte sicher dessen lebenslange ausgeprägte Freude am Kochen und üppigen Essen.