Das Verwaltungsgericht hatte damals den sofortigen Nutzungsentzug durch die Stadt bestätigt und keinen Widerspruch zugelassen. Jetzt lehnte das Oberverwaltungsgericht den Antrag des Vereins ab, den Widerspruch zuzulassen. Dieser Beschluss sei unanfechtbar.
Der Fall sorgte im Januar 2017 für Aufsehen. Denn die Sportverwaltung hatte Hinweise erhalten, dass der Verein, der unter anderem über eine Schieß- und Ninjutsu (spirituelle Kriegskunst)-Abteilung verfügt, in der Halle Waffen benutze und das dann bei einer Besichtigung bestätigt gesehen. Unter anderem wurden im Prallschutz Einschosslöcher gefunden. Vereinschef Helmut Klaus bestritt die Vorwürfe. Pistolen würden in der Halle nicht genutzt, Wurfsterne und Schlagstöcke, die man für Ninjutsu verwende, seien aus Gummi und stark gepolstert. Hinter den Anschuldigung sehe er eine Racheaktion ehemaliger Vereinsmitglieder, warf der Stadt Stasi-Methoden vor.
Die sieht sich in ihrem Handeln voll bestätigt. „Es ist wichtig, dass wir mit einem solchen Verbot zeigen, dass wir kein zahnloser Tiger sind“, sagt Sportamtsleiter Norbert Knutzen. „Es ist ja keine Hexenjagd gegen den Verein. Dessen Parkourabteilung erhält weiter ihre Nutzungszeiten in der Sporthalle Bundesallee“, ergänzt sein Stellvertreter Thomas Hornung. Helmut Klaus wollte zu dem Urteil nichts sagen, weil er es noch nicht kenne. Schießsport und Ninjutsu gehörten weiter zu den zentralen Abteilungen des Vereins, der aktuell 51 Mitglieder habe. Die Schießsportler wichen nach Köln und Essen aus, die Abteilung Ninjutsu übe in der Kleingartenanlage am Bremkamp in Vohwinkel.
Die Hallenzeiten in der Simonsstraße hat die Stadt an Ex-Profiboxer Özkan Köse vergeben, der dort in Kooperation mit dem Jugendamt ein Box-Jugendprojekt leitet. „Die machen tolle Arbeit“, sagt Tim Wahl-Petersen, beim Sportamt für die Hallenvergabe zuständig. gh