Im August hatten Experten im dänischen, deutschen und niederländischen Wattenmeer 26 435 Seehunde gezählt, minimal weniger als im Vorjahr.
Da sich viele Tiere während der Zählungen im Wasser aufhalten und damit nicht erfasst werden können, gehen die Experten in diesem Jahr insgesamt von etwa 38 900 Tieren aus. Im Herbst und Winter 2014 waren zahlreiche Tiere an einem Grippevirus gestorben. Allein in Dänemark und Schleswig-Holstein waren rund 3400 tote Seehunde gefunden worden.
„Wir sind natürlich erleichtert, dass das Auftreten der Influenzaviren keine weitreichenden Folgen für die Seehundbestände gehabt hat“, sagte der Sekretär des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats, Rüdiger Strempel.
Die Zahl der Kegelrobben stieg nach den Zählungen der Experten im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 4521. Darunter waren 829 Jungtiere. „Die Kegelrobbenpopulation scheint sich weiter im Wattenmeer zu etablieren und breitet sich nach Norden aus“, hieß es.