Allerdings müssten sich die Paul-Fans darüber im Klaren sein, dass das alles nur ein - wenn auch unerklärlicher - Scherz ist, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (62), am Mittwoch in Düsseldorf der Nachrichtenagentur dpa.
Das Tentakel-Orakel Paul diene lediglich "der Selbstvergewisserung von Menschen", schränkte der Theologe ein, der auch amtierender Ratsvorsitzender der EKD ist und langjähriger aktiver Fußballer war. "Es ist keine göttliche Offenbarung", meinte Schneider schmunzelnd. "Menschen halten sich gern an solchen Sachen fest."
Der in einem Oberhausener Aquarium hausende Krake Paul, der mit seinen richtig vorausgesagten WM-Spielen jede mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung verhöhnt hat, war im Laufe der vergangenen Wochen zum internationalen Medienstar aufgestiegen. Auch den WM-Sieg Spaniens hatte der Tintenfisch "prophezeit".