Das sagte der Sicherheitssekretär des Bundesstaates Amazonas, Sérgio Fontes. Zwei Häftlinge hätten mehrere Wochen vor der Revolte in Manaus in Briefen den Waffenschmuggel angezeigt.
Die Anstaltsbehörden hätten Bestechungsgelder angenommen, um die Aushändigung von Waffen, Drogen und Handys an die Insassen zu erlauben, hieß es weiter. Nach dem Massaker beschlagnahmten die Sicherheitskräfte mehrere Feuerwaffen und zahlreiche Messer im Gefängnis. Die beiden Schreiber der Briefe wurden während der Revolte getötet.
In Manaus waren am 1. und 2. Januar insgesamt 60 Häftlinge bei zeitgleichen Revolten in vier Gefängnissen ums Leben gekommen. In den folgenden Tagen wurden in Haftanstalten in anderen Städten mindestens weitere 40 Insassen getötet. Die Bundesregierung Brasiliens entsandte am Dienstag 200 Sicherheitskräfte zur Verstärkung der Bewachung der Haftanstalten in Amazonas und Roraima - den Bundesstaaten, in denen die Mehrzahl der Todesfälle verzeichnet wurde.