Sie sei Mittwochabend in einer Wohnung in Helmond festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Ort liegt ein gute Autostunde östlich der Haftanstalt.
Die Frau hatte noch knapp 22 Monate einer achtjährigen Gefängnisstrafe abzusitzen, als ihr die abenteuerliche "Löffelflucht" gelang. Sie wurde möglich, weil die 35-Jährige nicht mehr in einer Zelle, sondern in einem Sondergebäude untergebracht war. In dem Haus an der Gefängnismauer werden Langzeitgefangene auf die Entlassung ins Zivilleben vorbereitet. Sie haben dort mehr Bewegungsfreiheit.
Der Frau gelang es, vom Keller unter der Küche in mühseliger Buddelarbeit einen schmalen Tunnel zum Gehweg neben der Knastmauer zu buddeln. Sie war einst für den Versuch verurteilt worden, ihren Bruder und dessen Freundin mit einem Stilett zu erstechen.