Justiz Vorwurf sexueller Übergriffe: Klage gegen Regisseur Schrader

New York · Paul Schrader hat Drehbücher zu Kultfilmen wie „Taxi Driver“ geschrieben und ist auch als Regisseur bekannt. Jetzt erhebt seine frühere Assistentin schwere Vorwürfe gegen ihn, die er dementiert.

Der Star-Regisseur Paul Schrader ist auch als Drehbuchschreiber bekannt. (Archivbild)

Foto: Christophe Simon/AFP/dpa

Die frühere Assistentin des US-Filmemachers Paul Schrader wirft diesem in einer Klage sexuelle Belästigung und sexuelle Übergriffe vor. Schrader soll die 26 Jahre alte Frau von Mai 2021 bis September 2024 immer wieder verbal und körperlich belästigt haben. Das geht aus einem Dokument ihrer Anwälte vor, das bei einem Bezirksgericht in New York eingereicht wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sein Anwalt Phillip Kessler wies die Vorwürfe zurück, wie mehrere US-Medien berichteten.

Bekannt für Drehbuch von „Taxi Driver“ und eigene Filme

Schrader schrieb die Drehbücher für mehrere Kultfilme von Martin Scorsese, etwa „Taxi Driver“. Er ist auch als Regisseur bekannt.

Unter anderem soll er versucht haben, die Frau während des Filmfestivals in Cannes 2024 in seinem Hotelzimmer zu küssen und sie dort festgehalten haben. Mehrere Tage später habe er sie unter einem falschen Vorwand zu sich zitiert und sich entblößt, schreiben die Anwälte in den Vorwürfen.

In Cannes stellte Schrader seinen neuesten Film „Oh, Canada“ vor (noch kein deutscher Kinostart). Das Drama ist mit Richard Gere, Uma Thurman und Jacob Elordi besetzt.

Streit um einen mutmaßlichen Vergleich

Die frühere Mitarbeiterin habe die Klage am Gericht in New York eingerichtet, weil der 78 Jahre alte Regisseur einen außergerichtlichen Vergleich mit ihr nicht eingehalten habe, heißt es. Noch hat die Klage keine Fall-Nummer, sie liege dem Gericht aktuell zur Prüfung vor, heißt es in dem Schreiben.

Schraders Anwalt Kessler sagte dem „Hollywood Reporter“, dass es sich um eine „verzweifelte, opportunistische und leichtfertige Klage zur Durchsetzung eines Vergleichs handelt, der nie von Schrader unterzeichnet wurde“. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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(dpa)