Das Königshaus als Institution solle nicht infrage gestellt werden.
Juan Carlos (74) steht wegen seiner Teilnahme an einer Elefantenjagd in Botsuana im Mittelpunkt der Kritik. Nach der Jagd hatte er sich die Hüfte gebrochen, wodurch der kostspielige Ausflug am Wochenende erst bekannt wurde.Eine überwältigende Mehrheit der Spanier hatte in Umfragen das Verhalten des Königs missbilligt. Seine Landsleute nehmen dem König übel, dass er in wirtschaftlich schwierigen Zeit seinem teuren und nicht gerade tierfreundlichen Hobby nachgegangen ist.
Der Justizminister der konservativen Volkspartei (PP) hob die Bedeutung der Monarchie für die spanische Demokratie hervor. „Seit wir Spanier unsere Souveränität zurückgewonnen haben, ist das Königshaus zweifelsohne die Institution gewesen, die unsere Freiheit am meisten und am besten gewährleistet und am besten zu unserem Wohlstand beigetragen hat.“
Nach einem Bericht der linksliberalen Zeitung „El País“ vom Dienstag gibt es jedoch auch innerhalb der Regierungspartei Unbehagen wegen der Jagdausflüge des Königs. Im privaten Kreis hätten führende PP-Mitglieder die Jagdreise kritisiert. Es bestehe auch die Sorge, dass das Königshaus im Ausland an Ansehen verliere.
König Juan Carlos will am Freitag mit Ministerpräsident Mariano Rajoy zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Der staatlichen Nachrichtenagentur EFE zufolge könnte Juan Carlos bereits am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden.