Die 85-Jährige war am Neujahrstag aus ungeklärten Gründen ins Koma gefallen und musste auf eine Intensivstation gebracht werden. Der Sohn, der sie in den Folgetagen als einziger besuchte, hatte ihr wiederholt Flüssigkeit mit einer Schnabeltasse verabreicht oder sie auch aus einem Joghurtbecher gefüttert. Zwölf Tage nach ihrer Einlieferung war die alte Dame am 12. Januar 2014 gestorben. Wegen der unklaren Todesursache war die Kripo eingeschaltet worden.
Der Verdacht fiel schnell auf den überschuldeten Sohn, der seine Mutter über Jahre um ihr Vermögen betrogen hat. Er wurde verhaftet, bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler Medikamente und andere Beweisstücke. Der Angeklagte hatte bis zum Schluss seine Unschuld beteuert. Seine Anwälte, die Freispruch gefordert hatten, wollen in Revision gehen.