Es handele sich um die ältesten bisher gefundenen Teile eines sogenannten Archaeoceten und die ersten in der Antarktis, erklärte die argentinische Paläontologin Claudia Tambussi am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Das schwedisch-argentinische Paläontologenteam rekonstruierte einen 60 Zentimeter großen Kiefer des Archaeoceten.
Das Exemplar gehöre der Familie der Basilosauridae an. Seine Anwesenheit in der Antarktis beweise eine schnellere Entwicklung und Verbreitung der Urwale, als bisher angenommen wurde. Das Forscherteam, dem neben Tambussi der Argentinier Marcelo Reguero und die Schweden Thomas Mörs und Jonas Hagström angehören, ortete die Fossilie im vergangenen Südsommer auf der Antarktischen Halbinsel, die südlich von Südamerika liegt.