Mit der sinnfreien Vernichtung von Material des Guardian setzen sie noch eins drauf: Der Versuch, eine Redaktion und deren Mitarbeiter massiv einzuschüchtern, ist nichts anderes als eine volle Breitseite auf die Pressefreiheit — eines Rechtsstaats unwürdig. Der Schuss könnte für Cameron und Co. nach hinten losgehen: Die Aktion lässt ahnen, wie brisant die Daten sein müssen, die noch veröffentlicht werden könnten.
Breitseite auf die Pressefreiheit
Etwas zynisch ließe sich dieser Tage fragen, welches Land sich im Kampf gegen die Presse- und Meinungsfreiheit besonders hervortut: die USA, Russland oder Großbritannien? Allein wegen der totalen Überwachung des Internets durch das Tempora-Programm hätten die Briten die Nase vorn.
20.08.2013
, 20:36 Uhr