Die drittgrößte griechische Insel (nach Kreta und Euböa) war denn auch die erste, die auf den Flüchtlingszustrom reagierte und ein Flüchtlingslager, einen sogenannten Hotspot, sowie andere Unterkünfte installierte.
Derzeit halten sich auf Lesbos mehr als 5500 Flüchtlinge und andere Migranten auf. Die meisten von ihnen werden seit dem Inkrafttreten des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei im gefängnisähnlichen Hotspot „Moria“ festgehalten. Er ist für 1500 Menschen ausgelegt, aber stark überbelegt. Die Lagerbewohner sollen gemäß des Flüchtlingspaktes in die Türkei zurückgebracht werden. Immer häufiger kommt es in Moria und anderen überfüllten Flüchtlingslagern zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.