Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, sagte der amtierende Rektor, Morris Stocks. Mississippi hat als einziger US-Bundesstaat das umstrittene Konföderierten-Emblem auf der Staatsflagge. Für die Entfernung hatten sich zunächst Studenten stark gemacht, wie die „Washington Post“ berichtete.
Das rote Banner mit dem blauen Andreaskreuz stehe für Sklaverei und Rassismus, kritisierten sie. Mehrere Gremien der Universität schlossen sich der Forderung an. Der Streit um die aus dem Bürgerkrieg (1861-1865) stammende Flagge war in den USA im Juni nach einem rassistisch motivierten Massaker in einer Schwarzen-Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina neu entbrannt.
Ein weißer Student hatte damals während einer Bibelstunde neun Afroamerikaner erschossen. Der Täter hatte mit der Konföderierten-Flagge geprahlt. Im Jahr 1861 waren fast alle Studenten der „Ole Miss“ aufseiten der Südstaaten in den Krieg gezogen, viele von ihnen starben.