Die AfD müsse sich endlich wieder Sachthemen wie einer kontrollierten Zuwanderung, dem Schutz der traditionellen Familie und der Kritik an der Eurorettungspolitik widmen.
„Was wir nicht brauchen, sind persönliche Angriffe, haltlose Gerüchte und gezielte Verleumdungen“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Lucke wehrte sich gegen das Etikett „wirtschaftsliberal“, das ihm einige Parteikollegen verpasst hatten. Er sei konservativ und dies sei auch „der Wesenskern“ der AfD.
Luckes größte Rivalin im Kampf um den Parteivorsitz ist die bisherige Co-Vorsitzende Frauke Petry. Lucke wirft ihr vor, sie versuche, mit populistischen Parolen Wählerschichten am äußeren rechten Rand zu gewinnen. In seinem Brief an die Mitglieder warnte der Parteichef vor Fundamentalopposition. Sollte sich die Union eines Tages ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Positionen der AfD öffnen, so sei eine Koalition für ihn denkbar, betonte Lucke.