Dennoch lohnt es sich, dafür zu kämpfen: „Es gibt sonst keinen Raum mehr für Erzählungen und Diskussionen“, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.
Es muss ja nicht sklavisch das Abendessen jeden Tag um 19.00 Uhr sein - aber vielleicht klappt es zumindest jeden Mittwoch. Wichtig dabei ist: „Die Eltern müssen hier vorangehen und den Rahmen festlegen.“ Kinder dürfen dann mitbestimmen, wie dieser ausgefüllt wird. Statt eines gemeinsamen Essens gibt es dann zum Beispiel einen Spieleabend.
Und auch, wenn Jugendliche manchmal über feste Familienzeiten motzen: Davon sollten sich Eltern nicht abschrecken lassen. Oft ist es das, wovon Mädchen und Jungen später noch zehren. Ritzer-Sachs erlebt in seinen Beratungen sogar, dass Jugendliche sich darüber beschweren, wenn es keine gemeinsamen Mahlzeiten mehr gibt.