Erziehungsberater Ulric Ritzer-Sachs rät zu klaren Regeln - und einem Wollknäuel oder Stofftier: „Reden darf nur der, der das Ding in der Hand hat“, erklärt Ritzer-Sachs, der für die Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung arbeitet. Alle anderen achten darauf, dass diese Regel eingehalten wird.
Am Anfang kann das etwas mühsam sein und sich künstlich anfühlen. „Kinder merken aber schnell, dass es viel besser ist, wenn sie ausreden können und ihnen jemand zuhört.“ Einziger Nachteil: Das Essen dauert unter Umständen etwas länger.
Und auch, wenn Familienmahlzeiten anstrengend sein können: Eltern sollten sich bewusst machen, dass die gemeinsam verbrachte Zeit spätestens in der Pubertät weniger wird. Von daher sollte man das Essen genießen - auch dann, wenn alle durcheinander reden.