Laut der Untersuchung kann zum Beispiel bei nicht-zertifizierten Fondssparplänen und Kapitallebensversicherungen unter Umständen ein großer Teil der erhofften Rendite verloren gehen. Nach IW-Angaben können für Anleger nach 35 Jahren - unter Berücksichtigung von Abzügen für die Steuer und Sozialversicherung - nur etwa 45 Prozent des eingezahlten Bruttobeitrags als Rente übrig bleiben. Die angenommene Rendite lag bei der IW-Simulation bei jährlich 3 Prozent.
Verbraucher sollten bei der Wahl eines Altersvorsorgeproduktes nicht nur auf die Rendite achten, sondern sich vor allem erkundigen, ob und wie stark der Staat es fördert, rät IW-Expertin Susanna Kochskämper. In der Regel sei eine nachgelagerte Besteuerung für Verbraucher, wie sie bei Riester-Produkten oder der betrieblichen Altersvorsorge üblich ist, zwar finanziell vorteilhaft. Allerdings müssten Sparer die nachgelagerten Abgaben bei ihrer Entscheidung für ein Altersvorsorgeprodukt einkalkulieren.