Erst seit 1984 gilt die Pflicht für fast alle Räume mit Badewanne und Dusche, seit 2009 sind Neubauten insgesamt sowie in Altbauten neu installierte Stromkreise im Rahmen einer Modernisierung betroffen.
Die Initiative Elekro+ rät aus Sicherheitsgründen zum Nachrüsten aller Altbauten. Ein FI-Schutzschalter greift, wenn Geräte falsch benutzt werden oder kaputt sind, aber auch wenn elektrische Leitungen marode oder beschädigt sind. Beides kann lebensbedrohlich für den Benutzer des Gerätes sein. Der Schalter misst konstant den Stromfluss der elektrischen Anlage und der angeschlossenen Geräte; ein Relais unterbricht schon bei kleinsten Unterschieden den Stromkreis.
Das Nachrüsten übernimmt ein Fachmann, der die Schutzschalter in die Haus- oder Wohnungsverteilung einsetzt. Er muss dafür meistens keine neuen elektrischen Leitungen ziehen. Die Initiative Elektro+ empfiehlt, Stromkreise der Steckdosen von jenen für den Lichtstrom zu trennen. Denn schaltet ein FI-Schalter den Steckdosenstrom ab, bleiben die Leuchten im Haus noch an.
Es gibt auch die Möglichkeit, die Gefahr mit einem Zwischenstecker-Adapter aus dem Elektrofachhandel zu beseitigen, erklärt die Aktion „Das Sichere Haus“ in Hamburg. Der Adapter kommt zwischen Gerätestecker und Steckdose.