Auf der Zugspitze, mit 2962 Metern Deutschlands höchster Berg, habe es derzeit nur 10,5 Grad. Die 1-Grad-Regel gilt bis zum sogenannten Kondensationsniveau, wo die aufsteigende warme Luft kondensiert - also Tröpfchen bildet. Ab dort sinke die Temperatur nur noch um 0,65 Grad pro 100 Höhenmeter, sagt Lux. Das Kondensationsniveau liegt auf Höhe der Wolkenunterseite.
Von der Regel gibt es Ausnahmen, zum Beispiel bei einer sogenannten Inversionswetterlage. „Hier hat sich wärmere Luft über kältere Luft geschoben“, erklärt der Diplom-Meteorologe. Es kann dann also im Tal kälter sein als auf den Höhen. Dies passiere häufiger im Winter.